Ein interaktives Wochenende – das PATRIA-Jugendcamp an Pfingsten 2018

Liebe Freunde und Förderer,

beim zweiten PATRIA-Jugendcamp am Pfingstwochenende 2018 haben ALLE Teilnehmer eine bereichernde Zeit verlebt: die 20 jungen Erwachsenen aus dem PATRIA-Programm, die 5 Sozialpädagoginnen von PATRIA und die 10 Freunde aus Deutschland: Otmar, Ingrid, Jurate und Verena aus dem Vorstandsteam, Christina und Stefan mit Coaching-/Training-Kompetenz und Uta, Andrea, Simone und Marlene als langjährige, engagierte Paten. Andrea war zum ersten Mal bei einer Patenreise dabei und lernte ihr Patenkind Ramune kennen. Lesen Sie am Ende dieses Newsletters ihren persönlichen Reisebericht.

Bei der Planung des Jugendcamps folgten Jurate und das PATRIA-Team dem bewährten Konzept des letzten Jahres. Ziel des Camps war es, die Persönlichkeiten der jungen Menschen zu stärken, ihr Entwicklungspotential zu entdecken und sie zu ihrem eigenen Weg zu ermutigen. Dies alles in wertschätzender, entspannter und Teamgeist stärkenden Atmosphäre. So entschieden sich die Organisatoren wieder für:

  • einen ruhigen Ort in wunderschöner Natur, das Freilichtmuseum Rumsiskes,
  • ein abwechslungsreiches Programm mit Coaching-Trainings und Vorträgen, Feedback-Runden und Yoga am Morgen,
  • Abend-Unterhaltung, dieses Mal mit Bastelangeboten und einem Picknick im Park,
  • Feedback-Runden und genügend Pausen zum lockeren Austausch zwischen allen Teilnehmern,
  • und dem professionellen Schminken und anschließendem Fotoshooting am Sonntagmorgen.
  • Feedback-Runden waren immer wichtig

    Die Jugendlichen, die PATRIA-Sozialarbeiterinnen und die deutschen Freunde am Pfingstsonntag, vereint auf einem Foto

    Ein starkes Team: Jurate, unsere Managerin des PATRIA-Programms, und Christina, unser Coach für die Jugendlichen

Besonders schön war eine neue Idee: Jede/r TeilnehmerIn konnte auf kleine Kärtchen positive Botschaften an seinen Gesprächspartner aufschreiben wie: „Danke, das habe ich heute von Dir gelernt:…..“, „Das Gespräch mit Dir hat gut getan“ und „Du bist schön!“ ……

Es war gut, dass wir als Gruppe drei Tage lang zusammen waren. Wie in jeder Gruppe gab es auch unter den 20 Jugendlichen die „Besonders-Aktiven“, die Vorlauten, die Kommunikativen, die Schüchternen, die Gelangweilten… Manche Jugendliche brauchten einfach länger zum „Aufblühen“ , bis zum Sonntagmorgen, und auch die Teilnehmer aus Deutschland waren anfangs unterschiedlich stark engagiert. Zum Ende des Camps fiel uns allen der Abschied schwer und wir schmiedeten schon gemeinsam Pläne für das Jugend-Camp im nächsten Jahr.

Das Fazit des PATRIA-Camps ist rundum positiv: das Camp soll ein fester Bestandteil unseres PATRIA-Ausbildungsprojektes sein, die Grundbausteine wie Coaching-Kurse und gemeinsame Aktivitäten werden beibehalten und drei Tage an einem ruhigen Ort in netter Gemeinschaft tun Herz und Seele gut. So konnten wir wohl den meisten Jugendlichen das Gefühl vermitteln: „Du bist gut so, wie Du bist. Du bist auf einem guten Weg. Wir begleiten Dich.“

Das Fotoshooting machte allen jungen Menschen Spass

Alle Teilnehmer danken den Organisatoren Jurate Bogacz und dem PATRIA-Team ganz herzlich für die umsichtige und liebevolle Planung und Durchführung des PATRIA-Pfingstcamps! Es war SUPER! Wir sehen uns wieder im nächsten Jahr!

In einem separaten Newsletter werden wir Anfang Juli 2018 über unseren Besuch im Kinderdorf Marijampoles berichten. UND: Lesen Sie im Anschluss dieses Newsletters über die Eindrücke der Patin Andrea, die ihr langjähriges Patenkind Ramune endlich kennen lernen konnte.

Herzliche Grüsse

Ihre Otmar und Ingrid Debald

im Namen des Vorstandsteams von „Kinderdörfer in Litauen e.V.“

 

Die langjährige Patin Andrea freute sich über das Wochenende mit Ramune

Bericht der Patin Andrea über ihre Begegnung mit Ramune und ihre Zeit im PATRIA-Camp

Endlich hatte es geklappt, an einer Patenreise nach Litauen teilzunehmen! Es war mein groβer Wunsch, nach vielen Jahren der Unterstützung mein Patenkind Ramune aus dem Kinderdorf Marijampole kennenzulernen. Ramune ist nun 18 Jahre alt und macht in diesem Sommer ihren Schulabschluss. Sie durfte am PATRIA-Camp teilnehmen und wird ab Herbst 2018 in das PATRIA-Ausbildungsprogramm eintreten.

Vor dem Kennenlernen von Ramune war ich schon nervös. Ein Mädchen auf die Entfernung zu begleiten, ist die eine Sache, ihr in die Augen zu schauen und in den Arm zu nehmen eine andere.
Dann ein erster Blick, eine kurze Unsicherheit und schön, dass ich das sagen kann, die Chemie zwischen Ramune und mir stimmte direkt. Was folgte, war ein reger Austausch, viele Fragen und Antworten, gemeinsame Spaziergänge, auf denen es viel zu erzählen gab. Ich hatte das tiefe Bedürfnis, viel Zeit mit Ramune zu verbringen und auch sie suchte den Kontakt zu mir. So konnten wir drei herrliche Tage miteinander verbringen. Durch Whatsapp miteinander verbunden, hören wir nun mehrfach in der Woche voneinander. Ich lasse sie an meinem Leben teilnehmen und höre von ihr, worüber sie sich freut, was sie traurig macht oder ihr Sorgen bereitet. Mein Bemühen ist es nun, ihr in allen Lebenslagen Freundin und Beraterin zu sein und ihr zu zeigen, dass sie für mich wichtig ist.

Auch wenn die Begegnung mit Ramune mein absolutes Highlight war, gab es doch so viel mehr, was dieses Wochenende in Litauen zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht hat.

Die Idee des PATRIA-Camps ist grandios. In ruhiger, geschützter und liebevoller Atmosphäre hatten die jungen Menschen die Möglichkeit viele interessante Themen zu bearbeiten. Man konnte sehr gut beobachten, wie immer mehr Offenheit, Vertrauen und Selbstbewusstsein bei ihnen entstand. In den Pausen und am Abend suchten sie ganz gezielt den Kontakt und das Gespräch zu uns. Schnell bildete sich eine sehr vertraue Gemeinschaft mit vielen Themen – ernst, neugierig, skeptisch, aber auch oft mit viel Spaß und Lachen. Ein Satz hat mich besonders bewegt – „Danke, dass du dich für mich interessierst!“ Im Laufe der Tage wurde mir klar, dass gerade das etwas ist, was diesen jungen Menschen anscheinend besonders fehlt.

Ein dickes Lob an die Organisatoren von PATRIA, an Otmar, Ingrid, Jurate, Verena… und vielen mehr, die verstanden haben, dass es nicht ausreicht, die Kinder nur während ihrer Zeit im Kinderdorf zu begleiten. Gerade als junge Erwachsene brauchen sie noch sehr viel Unterstützung und Aufmerksamkeit, um ihren Weg in die Gesellschaft, in den Beruf und eine hoffentlich glückliche eigene Familie zu finden.

Ich kann allen Paten empfehlen, den Weg nach Litauen einmal anzutreten. Neben einer wunderschönen Landschaft gibt es Kirchen, Wasserburgen, nette Altstädte und mehr zu entdecken. Nach so einem Wochenende mit den jungen Menschen, den Kindern aus dem Kinderdorf und ihren kleinen Familien sowie all den lieben Mitreisenden, geht man beschenkt und wertschätzend für das, was man selbst hat, zurück nach Hause.

Herzlichst, Ihre Andrea K.
 

Fotoshooting mit Andrea und Ramune

Ingrid und Otmar mit ihrem Patenkind Ligita im Kinderdorf Marijampole – Bericht folgt

Köstlich, kommunikativ, gelungen: das Benefiz-Dinner im „Alten Haferkasten“

Francesco Pugliese überreicht Otmar Debald den Spenden-Scheck

Liebe Freunde und Förderer,

man nehme ein neues Rezept: ein köstliches Menu mit vier Gängen, die Familie Pugliese als groβherzige Gastgeber, ein bekanntes Restaurant in Neu-Isenburg und vierzig fröhliche Gäste, die unser Projekt in Litauen meist schon seit vielen Jahren unterstützen – und fertig ist ein köstlicher und kommunikativer Abend mit einem Erlös von 4.000 Euro für unser Ausbildungs-Programm! So feierten wir am 26. April 2018 mit einem Benefiz-Dinner das 20-jährige Bestehen unseres Engagements in Litauen im Restaurant «Alter Haferkasten».

Zu Beginn des Abends begrüβte Otmar Debald die Gäste, darunter der Geschäftsführer unseres Förder-Unternehmens cosnova und die Honorarkonsulin für Litauen, Frau Dude. Er erläuterte die gute Entwicklung, die unser Förderprogramm für junge Erwachsene in nur vier Jahren genommen hat. Im Jahr 2017 konnte «Kinderdörfer in Litauen e.V.» in Zusammenarbeit mit der PATRIA-Organisation bereits 45 jugendliche Waisen wirkungsvoll auf ihrem Ausbildungsweg unterstützen und sich über 18 bestandene Berufsabschlüsse freuen. Dabei konnten wir das Programm zu 100% aus Spendenmitteln finanzieren. Gemeinsam stiessen wir auf das zukünftige Wohl unseres Vereins an.

Bei einem köstlichen Frühlings-Menu tauschten sich die Gäste angeregt aus.  Bei der Kreation des Menus hatten sich die Köche des Restaurants «Alten Haferkasten» selbst übertroffen. Es bestand aus Spargelsalat, einer feinen Pasta, exquisitem Fisch und einem Rhabarber-Dessert. Dazu wurden spritzige Weine serviert. Viele der Gäste kannten sich untereinander und freuten sich über das Wiedersehen. Ein Gesprächsthema war die bevorstehende Reise nach Litauen an Pfingsten, die von Jurate Bogacz und Otmar Debald aus dem Vorstandsteam vorbereitet wird.

Und dann die groβe Überraschung: 4.000 Euro Reinerlös des Benefiz-Dinners für unser Ausbildungsprogramm! Unsere Gastgeber, die Familie Pugliese, spendete nicht nur die gesamten Einnahmen aus dem Benefiz-Dinner, sondern auch die sonstigen Einnahmen des Abends und rundete den Betrag dazu noch auf. Mit der groβen Spende von 4.000 Euro können vier junge Erwachsene ein Jahr lang mit Coaching und einem Stipendium unterstützt werden. Otmar Debald nahm den Scheck, überreicht von Francesco Pugliese, in einer kleinen Feierstunde glücklich entgegen und bedankte sich ganz herzlich für diese groβartige Unterstützung unseres Projektes.

Gestärkt durch diese tolle Unterstützung unserer Freunde und Förderer starten wir in die nächste Runde unserer Aktivitäten zum Wohl der Kinder und jungen Erwachsenen in Litauen. Anfang Juni werden wir von unserer Reise nach Litauen berichten.

Beste Grüsse

Ihr Vorstands-Team von

Kinderdörfer in Litauen e.V.

Fröhliche Stimmung beim Benefiz-Dinner

Otmar Debald und Frau Dude, die Honorarkonsulin für Litauen

Kaunas: Die jungen Erwachsenen im PATRIA-Programm freuen sich auf den Austausch mit ihren Freunden aus Deutschland

Herzliche Einladung zum Benefiz-Dinner am 26. April 2018

 

 Einladung zum Benefiz- Dinner

Liebe Freunde und Förderer,

Kinderdörfer in Litauen e. V. begeht in diesem Jahr das 20-jährige Jubiläum. Dies nimmt das bekannte italienische Restaurant „Alter Haferkasten“ in Neu-Isenburg zum Anlass, für uns ein Benefiz-Dinner auszurichten. Dazu laden wir Sie ganz herzlich ein. Es findet statt am

Donnerstag, den 26. April 2018, um 19:00 Uhr

im Restaurant „Alter Haferkasten“, Löwengasse 23, 63263 Neu-Isenburg

Valet Parking verfügbar

www.alter-haferkasten.de

Verbindliche Anmeldungen nur telefonisch im Restaurant

Telefon 06102/326059 (Dienstag bis Samstag zwischen 10 und 22 Uhr)

Das Restaurant hat maximal 80 Plätze zur Verfügung, daher bitte rechtzeitig anmelden.

Der Preis von 85 € pro Person beinhaltet ein hochwertiges 4-Gang-Menü mit Aperitif und Weinbegleitung. Die Bezahlung erfolgt im Restaurant.

Die Besitzer Saverio und Francesco Pugliese sowie ihr Team arbeiten an diesem Abend ohne Honorar und spenden somit den überwiegenden Teil der Einnahmen für Kinderdörfer in Litauen e. V. Mit Ihrer Teilnahme am Benefiz-Dinner unterstützen Sie somit auch unsere Arbeit.

Die Spenden aus dem Benefiz-Dinner kommen unserem Ausbildungsprogramm für junge erwachsene Waisen zu Gute. Vor 4 Jahren begannen wir, junge Litauer, die ohne Eltern aufwachsen mussten, über das Volljährigkeitsalter hinaus bis zum Abschluss einer Berufsausbildung oder eines Studiums mit einem Stipendium, vor allem aber mit sozialpädagogischer Betreuung zu unterstützen, um ihnen so den Einstieg in ein selbständiges Leben zu ermöglichen. Aktuell nehmen fast 50 junge Menschen an diesem sehr erfolgreichen Programm teil. Um die Unterstützung der jungen Menschen weiter führen zu können und das Programm zu erweitern, sind wir auf Spenden angewiesen.

Wir bedanken uns im Voraus für die großzügige Geste der Familie Pugliese. Der gesamte Vorstand des Vereins wird anwesend sein und Sie über unsere Arbeit informieren. Wir freuen uns, wenn wir Sie am 26. April 2018 im „Alten Haferkasten“ begrüßen dürfen. 

Herzliche Grüße

Otmar Debald, Ursula Nemmert, Jurate Bogacz, Ingrid Debald,

Verena Nacke, Christine Scheidt und Susanne Welsch-Lehmann

von Kinderdörfer in Litauen e.V.

Das Vorstands-Team freut sich darauf, mit unseren Freunden das 20-jährige Jubiläum unseres Litauen-Engagements zu feiern.

 

Danke für die Weihnachtsaktion / Benefiz-Dinner / Litauen-Reise!

Liebe Paten, Freunde und Förderer!                                                                      

Mit diesem Rundbrief möchten wir Ihnen für die grossartige Unterstützung bei der Weihnachtsaktion 2017 danken und Sie auf zwei Veranstaltungen hinweisen:

  • Am Donnerstag, den 26. April 2018, werden wir mit einem Benefiz-Dinner das 20-jährige Bestehen unseres Litauen-Projektes im Restaurant „Alter Haferkasten“ in Neu-Isenburg feiern. Bitte reservieren Sie sich schon diesen Termin, die Einladungen verschicken wir Mitte Februar 2018.
  • Unsere Patenreise findet vom 17. bis 21. Mai 2018 (Pfingst-Wochenende) statt. Wir werden wieder ein mehrtägiges interaktives Programm mit den jungen Erwachsenen organisieren und freuen uns über Freunde und Förderer, die daran teilnehmen wollen. Bitte melden Sie sich bis Mitte März 2018 bei ingrid.debald@web.de, wenn Sie Interesse haben, mit uns nach Litauen zu beiden Kinderdörfern und zu den jungen Erwachsenen zu reisen.

Mit einem herzlichen ACIU möchten wir uns für Ihre Unterstützung im Jahr 2017 sowie für Ihre Weihnachtsspende bedanken!  Mit Ihrer großzügigen Hilfe konnten wir im letzten Jahr die rund 50 Kinder in den beiden Kinderdörfern in Marijampoles und Kaunas wirkungsvoll unterstützen und auch wieder die Weihnachtsaktion durchführen. Im Namen der Kinderdorf-Leitung und des Vorstands-Teams bedanken wir uns sehr für alle Spenden, mit denen wir die Geschenke für die Kinder, Mütter und Sozialarbeiterinnen und die Weihnachtsfeiern finanzieren konnten.

Die Kinder im Kinderdorf Marijampole freuen sich über die Geschenke aus Deutschland

In Marijampole wurde Weihnachten fröhlich gefeiert

 

Neben privaten Spendern haben auch Firmen dieses Jahr sehr großzügig gespendet. Aus unserem langjährigen Freundeskreis erhielten wir nahezu 7.000 Euro. Für diese kostbare Loyalität über viele Jahre oder nun Jahrzehnte sind wir sehr dankbar. Zur Weiterführung unseres PATRIA-Ausbildungs-Programms spendeten das Unternehmen SATA aus Kornwestheim, unser Firmenpate Cosnova und einige Mitglieder des Procter & Gamble Alumni Clubs sehr großzügig. Alleine diese Spenden ermöglichen uns die Unterstützung von 25 jungen Erwachsenen im Jahr 2018. Das ist einfach super und gibt uns eine gute Grundlage, das Programm auszubauen. Der Bedarf ist nach wie vor groß. Es gibt im Raum Kaunas und Marijampoles kein vergleichbares Programm für junge Erwachsene! Wir hoffen, die Zahl der Jugendlichen im Programm auf mindestens 50 auszubauen.

Joana aus dem PATRIA-Programm ist glücklich über ihre Kosmetiktasche

Ein freundliches „ACIU“ von den Kindern aus Marijampole

Die Kinder in den Dörfern haben sich über die persönlichen Briefe ihrer Paten und Freunde und über die gut gefüllten Kosmetiktaschen gefreut, die sie wirklich gut gebrauchen können. Auch den jungen Erwachsenen in unserem PATRIA-Ausbildungsprogramm konnten wir mit den Kosmetiktaschen eine Freude bereiten. Das PATRA-Team schrieb uns folgende nette Zeilen:

„Liebe Freunde von Kinderdörfer in Litauen, wir freuen uns sehr über eine so gute partnerschaftliche Beziehung mit Euch! Ihr seid unsere besten Partner! Dank Eurer Unterstützung haben wir ein Programm, das hilft, einen regelmäßigen Kontakt zu ca. 50 Jugendlichen aufzubauen, die das Kinderheim schon verlassen haben. Viele Jugendliche äuβern sich bei den individuellen Beratungen zu ihren persönlichen Themen, lernen, eigene Fehler einzugestehen und geben Feedback, dass sie noch nie so regelmäßig in die Schule gegangen sind. Wir wünschen Euch für das Jahr 2018 viel Energie, Ideen und Gesundheit! Euer Patria-Team.“

In den nächsten Tagen werden wir die Spendenbescheinigungen für die Weihnachtsaktion und das Patenprogramm 2017 per Post versenden.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien alles Gute für das Jahr 2018 – bleiben Sie vor allem gesund!

Mit herzlichen Grüßen                              

Ihr Otmar Debald und das Team

von Kinderdörfer in Litauen e.V.

Auch das Team vom Kinderdorf Marijampole bedankt sich für die gelungene Weihnachtsaktion 2017 bei allen deutschen Freunden.

Weihnachtsaktion 2017 und amazon.smile für Litauen

Liebe Freunde und Förderer,

 

hiermit möchten wir Ihnen noch einmal unsere Weihnachtsaktion für Litauen ans Herz legen und auf die Möglichkeit aufmerksam machen, amazon.smile für Ihre Weihnachts-Bestellungen zu nutzen.

 

  1. WEIHNACHTSAKTION 2017

 

Mit unserer alljährlichen Weihnachtsaktion möchten wir den Familien und Sozialarbeitern in unseren Kinderdörfern sowie den jungen Erwachsenen in unserem PATRIA-Programm eine Freude bereiten. Dieses Jahr haben wir uns als Geschenkidee für Kulturtaschen mit Inhalt (Duschgel, Bodylotion, Shampoo) entschieden und für die Kinder unter 10 Jahren im Kinderdorf werden wir ein Spielzeug aussuchen. Ebenso werden wir Weihnachtsfeiern und Geschenke für die Sozialarbeiter finanzieren und hoffen auf Ihre Unterstützung:

 

  • Bitte übernehmen Sie ein Geschenkpaket für Ihr Patenkind oder für einen jungen Erwachsenen im PATRIA-Programm und spenden Sie dafür 30 Euro.
  • Bitte schreiben Sie eine Weihnachtskarte an Ihr Patenkind (wenn noch nicht geschehen!), gerne mit Foto, auf Englisch oder Deutsch.
  • Unterstützen Sie mit einer allgemeinen Geldspende nach Ihrer Wahl die Weihnachtsfeiern in jeder Kinderdorffamilie und bei PATRIA.

 

Bitte senden Sie den persönlichen Weihnachtsbrief für das Patenkind bis spätestens 7. Dezember 2017 an Ingrid Debald, Westendstr 68, D – 60325 Frankfurt/Main, damit wir alle Briefe rechtzeitig per Post nach Litauen schicken können. Ingrid Debald ist erreichbar unter ingrid.debald@web.de oder Tel: 069/74309064.  

 

Unsere Kontoverbindung ist:

Kinderdörfer in Litauen e.V.

Frankfurter Sparkasse 1822

IBAN DE14 5005 0201 1200 0721 52
(DE14500502011200072152)

BIC HELADEF 1822

 

2. AMAZON.SMILE

 

Wir möchten Sie auf die Möglichkeit aufmerksam machen, Bestellungen bei amazon über die Funktion „amazon.smile“ durchzuführen. Hier können Sie die soziale Organisation eingeben bzw. anklicken, die Sie mit jedem Einkauf bei amazon unterstützen wollen – Kinderdörfer in Litauen e.V. Üblicherweise flieβen 0,5% des Einkaufspreises auf unser Litauen-Spendenkonto, vom 1. bis 24.12.2017 aber mit der Aktion“ #3 x amazon.smile“ 1,5% des Einkaufspreises. Bitte nutzen Sie diesen Link, um zu amazon.smile zu gelangen.

 

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

 

Wir wünschen Ihnen eine schöne Vorweihnachtszeit

Ihr Otmar Debald und Team

von „Kinderdörfer in Litauen e.V.“

110 Kulturtaschen für die Weihnachtsaktion in Litauen

Liebe Freunde und Förderer,

 

alle Jahre wieder…Nun schon zum 20. Mal (!) organisieren wir die Weihnachtsaktion für Litauen, um  den Familien und Sozialarbeitern in unseren Kinderdörfern sowie den jungen Erwachsenen in unserem PATRIA-Programm eine Freude zu bereiten. Dieses Jahr haben wir uns als Geschenkidee für Kulturtaschen entschieden und für die Kinder unter 10 Jahren im Kinderdorf werden wir ein Spielzeug aussuchen. Insgesamt wollen wir 110 Kulturtaschen mit Inhalt (Duschgel, Bodylotion, Shampoo) oder Spielzeug verschenken sowie schöne Weihnachtsfeiern ausrichten und hoffen auf Ihre Unterstützung.

 

In diesem Jahr kaufen wir die Kulturtaschen und das Spielzeug in Deutschland und schicken sie zusammen mit den Weihnachtskarten nach Litauen. Dort werden sie dann verpackt und verteilt. Unsere Bitte ist nun wie folgt:

 

  • Bitte übernehmen Sie ein Geschenkpaket mit einem Spielzeug (für Kinder unter 10 Jahren) oder Kulturtasche für Ihr Patenkind oder für einen jungen Erwachsenen im PATRIA-Programm und spenden Sie dafür 30 Euro. Von diesem Betrag werden wir die Geschenke samt Inhalt kaufen.
  • Bitte schreiben Sie eine Weihnachtskarte an Ihr Patenkind, gerne mit Foto, auf Englisch oder Deutsch.
  • Unterstützen Sie mit einer allgemeinen Geldspende nach Ihrer Wahl die Weihnachtsfeiern in jeder Kinderdorffamilie und den Einkauf für die Familienweihnachtspakete, die Tee, Gebäck, Naschzeug und Kerzen enthalten werden und die auch das Team vor Ort zusammenstellen wird. Wir möchten auch den Müttern und Betreuerinnen im Dorf ein kleines Weihnachtsgeschenk machen.

Weihnachtsaktion für unsere Kinder und Jugendlichen in Litauen

Ingrid Debald hat die Koordination der Weihnachtsaktion übernommen. Wir bitten um Nachricht bis zum 26. November 2017, ob Sie ein Weihnachtsgeschenk übernehmen oder für die Weihnachtsfeiern etwas Geld spenden möchten.

Ingrid Debald ist erreichbar unter ingrid.debald@web.de oder Tel: 069/74309064.  

Bitte senden Sie den persönlichen Weihnachtsbrief für das Patenkind bis spätestens 3. Dezember 2017 an Ingrid Debald, Westendstr 68, D – 60325 Frankfurt/Main, damit wir alle Briefe rechtzeitig per Post nach Litauen schicken können

Unsere Kontoverbindung ist:

Kinderdörfer in Litauen e.V.

Frankfurter Sparkasse 1822

IBAN DE 14 5005 0201 1200 072 152

BIC HELADEF 1822

 

Über eine breite Unterstützung unserer Weihnachtsaktion würden wir uns freuen.

Wir wünschen Ihnen eine schöne Vorweihnachtszeit und sind mit

herzlichen Grüßen

Ihr Team von „Kinderdörfer in Litauen e.V.“

Otmar Debald, Ursula Nemmert, Ingrid Debald, Christine Scheid, Verena Nacke, Jurate Bogacz und Susanne Welsch-Lehmann

P.S. Nächstes Jahr feiern wir das 20-jährige Bestehen unseres Kinderdorf-Projektes und werden wieder ein Benefizfest veranstalten. Weitere Informationen folgen!

 

Feierliche Ehrung unserer Kinderdorf-Mütter und drei Mütter-Portraits

Liebe Freunde und Förderer,

mit diesem Rundbrief möchten wir Ihnen über eine besondere Feier, der «Social Day Celebration», zu Ehren der Kinderdorf-Mütter und –Tanten berichten und Ihnen drei tüchtige Kinderdorf-Mütter näher vorstellen. Für uns sind die Kinderdorf-Mütter die WAHREN HELDINNEN mit ihrem unermüdlichen Einsatz zum Wohl ihrer Schützlinge – deshalb haben wir uns besonders über diese Ehrung gefreut.

 

SOCIAL DAY CELEBRATION

Ende September 2017 gab es in unserem Kinderdorf Marijampoles eine besondere Feier: alle Mütter, Tanten und Sozialarbeiterinnen wurden für ihren grossen Einsatz für ihre Pflegekinder geehrt.

Über diese Nachricht aus Litauen haben wir uns besonders gefreut, denn für uns sind die Pflegemütter die WAHREN HELDINNEN des Kinderdorfes. Monsignore Kazlauskas, dem Gründer der Kinderdörfer, lag die Wertschätzung der liebe- und aufopferungsvollen Mütter immer sehr am Herzen – für ihn waren die Mütter der Kern der Kinderdorf-Familienstruktur.

Die «Social Day Celebration» begann mit einer Heiligen Messe, zu der alle Mitarbeiter des Kinderdorfes und alle Kinder eingeladen waren und die von Reverent Donatas und dem jungen Kaplan Arvydas zelebriert wurde.

Nach dem Gottesdienst erhielten die Mütter, Tanten und Sozialarbeiterinnen Dankes-Briefe, die von Bischof Rimantas Norvila unterzeichnet waren, und die Kinder schenkten ihren Müttern und Tanten Blumen.

Feierliche Ehrung aller Kinderdorf-Mütter und – Tanten durch Reverent Donatas

Ein stimmungsvolles Abendessen, ausgerichtet in Haus 10, rundete diese besondere Feier ab. Direktor Sulinskas dankte dabei allen Kinderdorf-Mitarbeiterinnen für ihre grossartigen Leistungen:

  • Den Müttern für ihren unermüdlichen Einsatz zum Wohl der Kinder: Hausarbeit, einkaufen, kochen, Schulaufgaben-Betreuung, trösten bei Krankheiten, Kummer oder Streitigkeiten – all das und noch viel mehr leisten unsere Kinderdorf-Mütter täglich rund um die Uhr – früher für bis zu 10 Kinder in einem Kinderdorf-Haus, heute für 6 Kinder pro Haus.
  • Den Tanten, die die Mütter bei der Hausarbeit und bei der Schulaufgaben-Betreuung unterstützen und Vertretungen übernehmen.
  • Den Sozialarbeiterinnen, die den Familien begleitend bei pädagogischen Fragen und Problemen zur Seite stehen.

Die Kinder von Haus 2 ehrten ihre Kinderdorf-Mutter

VORSTELLUNG VON DREI MÜTTERN

Wir möchten Ihnen hier drei Kinderdorf-Mütter vorstellen. Jede von ihnen ist das «Herz» einer Pflegefamilie, die aus Kindern aus verschiedenen Ursprungsfamilien und Altersgruppen zusammengesetzt ist und in je einem Kinderdorf-Haus lebt. Oft haben unsere tüchtigen Kinderdorf-Mütter bereits eigene Kinder grossgezogen, bevor sie die Stelle im Kinderdorf angetreten haben.

REDA

Reda ist 57 Jahre alt und schon seit über 20 Jahren (!) Kinderdorf-Mutter in Marijampoles. Verena Nacke hat sie bereits bei ihrem ersten Besuch in Litauen im Jahr 1998 kennengelernt. Seitdem hat sie vielen Kindern ein liebevolles Zuhause gegeben. Sie hat keine eigene Familie. Für sie ist ihre Aufgabe im Kinderdorf kein Job, sondern eine Berufung und Erfüllung. Das Lächeln ihrer Kinder ist für sie die grösste Belohnung für ihren Einsatz. In ihrer Freizeit hört sie klassische Musik und backt gern.

 

Reda mit ihren Kindern im Sommer 1998

Kinderdorf-Mutter Reda heute

VIDA

Vida ist 63 Jahre alt und hat eine höhere Schulbildung. In der Kinderbetreuung arbeitet sie seit 13 Jahren und liebt diese Arbeit sehr. Sie ist Witwe. Sie hat eine eigene Familie mit zwei Söhnen, die aber schon erwachsen sind und eigene Familien haben. Ihr 11-jähriger Enkelsohn besucht sie manchmal im Kinderdorf Marijampoles und spielt dann gern mit den Kindern. Vida sagt: «Für mich ist die Arbeit im Kinderdorf nicht hart, denn den Kindern Liebe zu schenken ist einfach. Die tägliche Arbeit lässt mich jung und wirklich gebraucht fühlen. Ich mag es, den Kindern meine Wärme und Geborgenheit zu geben. Ihr Lächeln und ihre Freude sind die grösste Belohnung für mich. In meiner Freizeit lese ich gern Bücher, stricke, schaue Filme und höre Musik.»

Kinderdorf-Mutter Vida

MARIJA

Marija ist 57 Jahre alt und hat eine Realschulausbildung. In ihrer eigenen Familie hat sie drei Töchter, zwei Söhne und vier Enkelinnen, die teilweise im Ausland leben. Marija arbeitet seit 7 Jahren im Kinderdorf Marijampoles in Haus Nr. 1. Sie hatte für ein halbes Jahr ihre Kinderdorf-Familie verlassen, ist dann aber zurückgehrt, weil sie Sehnsucht nach den Kindern hatte. Ihr schönstes Hobby ist es, Mahlzeiten für die grosse Familie zuzubereiten. Sie reist gern, geht gern in Konzerte und Kunstausstellungen. Marija berichtet: «Nachdem all meine eigenen fünf Kinder erwachsen waren, wollte ich anderen Wärme, Liebe und Lebenserfahrung geben. Ich möchte meine Kinderdorf-Kinder unterstützen, zu guten Menschen heranzuwachsen. Ihre Zuneigung macht mich glücklich und ich bekomme so viel mehr an Liebe zurück, als ich gebe.»

 

Mutter Marija mit einem ihrer Schützlinge

Bei unseren Besuchen in den Kinderdörfern sind wir, die Mitglieder des Vorstandsteams und unsere deutschen Reisebegleiter, immer wieder gerührt, die Mütter und ihre liebevolle Betreuung der Kinder in den einzelnen Pflegefamilien zu erleben. So möchten wir den tüchtigen Müttern mit diesem Newsletter auch ein herzliches ACIU für ihren Einsatz sagen.

In unserem nächsten Newsletter werden wir Sie, liebe Freunde und Förderer, über unsere Weihnachtsaktion 2017 informieren, mit der wir auch dem Team des Kinderdorfs eine Freude bereiten wollen.

Mit freundlichen Grüssen

Ihr Otmar Debald und Team

Kinderdörfer in Litauen e.V.

Gelungene Sommerferien für unsere Kinder in Litauen

Liebe Freunde und Förderer,

 

in diesem Rundbrief berichten wir über den Besuch unserer deutschen Reisegruppe im Kinderdorf Marijampoles Anfang Juni 2017 und von den Sommerferien unserer Kinder an der Ostsee und in den vielen Nationalparks in Litauen. Erfreuen Sie sich an den vielen Fotos unserer Kinderdorf-Kinder „in action“.

Herzliche Grüße

Ihr Otmar Debald und das Team

Kinderdörfer in Litauen e.V.

 

 

BESUCH IM KINDERDORF MARIJAMPOLES

Die Sommerferienzeit wurde mit dem Besuch unserer Reisegruppe im Kinderdorf Marijampoles eingeläutet. Im letzten Rundbrief hatten wir über die Teilnahme unserer großen Reisegruppe am PATRIA-Jugendcamp berichtet. Im Anschluss daran fuhren wir am Pfingstsamstag zum Kinderdorf nach Marijampoles. Am Sonntagmorgen fand bei angenehmen Sommerwetter auf dem Außengelände ein fröhlicher BBQ statt. Die meisten Kinder sowie die Mütter, Tanten und das Leitungsteam nahmen an der kleinen Feier teil. Ein litauisches Unternehmen stellte eine aufblasbare Hüpfburg mit Rutsche zur Verfügung, die mit großer Freude von den Kindern – und auch von den Erwachsenen – genutzt wurde. So begannen die Sommerferien für die Kinder mit einem schönen Fest.

Die deutsche Reisegruppe inmitten der Bewohner des Kinderdorfes in Marijampoles

Eine Kinderdorf-Familie mit fünf Geschwisterkindern

Das Rutschen machte allen viel Spass

Ein köstliches Buffet für das BBQ

Diese Momente der unbeschwerten Begegnung und der persönliche Kontakt mit den Kindern sind eminent wichtig für die Kinder selbst und für unsere Arbeit. Mehrere deutsche Paten haben bei diesem Fest ihr Patenkind getroffen. Sie tauschten Geschenke aus, besuchten die Häuser, in denen die Kinder wohnen und durften auch die Kinderzimmer sehen. So erhielten die Paten einen sehr persönlichen Einblick in den Alltag ihrer Patenkinder. Diese Momente – wenn auch nur kurz – bilden und festigen eine Beziehung zwischen Patenkind und Paten. Und man merkt den Kindern an, wie glücklich und stolz sie über den Besuch ihrer Paten sind.

Bei einem Abendessen mit dem Leitungsteam informierten wir uns über die aktuelle Situation des Kinderdorfes und über die staatlichen Bestimmungen zur Betreuung von Waisenkindern. Den Kindern in Marijampoles geht es sehr gut und die Situation ist insgesamt sehr stabil. Der litauische Staat setzt seit einiger Zeit auf eine Betreuung in kleineren Familieneinheiten und eine Individualisierung der Waisenkinder-Betreuung. So sollen die Betreuung mit Pflegefamilien ausgebaut und langfristig die institutionalisierte Waisenhaus-Erziehung abgeschafft werden. Deshalb sinkt auch in unseren beiden Kinderdörfern die Kinderzahl langsam, aber stetig. Aktuell leben insgesamt 51 Kinder in unseren beiden Kinderdörfern in Marijampoles und in Kaunas. Das sind weniger als die Hälfte als noch vor fünf Jahren.

Grundsätzlich begrüßen wir die Einrichtung von Pflegefamilien und würden diese Entwicklung bei entsprechender Gelegenheit auch fördern. Aus unserer Sicht wird es aber immer notwendig sein, in Notfällen und für größere Familien eine Einrichtung wie die unsere zu haben. Aktuell leben einige Familien mit vielen Geschwisterkindern im Dorf. Grundsätzlich sollen die Kinder, die schon lange im Kinderdorf sind, nicht aus ihrer vertrauten Umgebung gerissen werden. Sie werden voraussichtlich bis ins Erwachsenenalter dort bleiben. Durch unser PATRIA-Programm haben wir die Möglichkeit, diese Kinder auch nach der Zeit im Kinderdorf bis zum Abschluss der Berufsausbildung gezielt zu begleiten.

 

SOMMER-CAMPS 2017

Unsere Kinderdorf-Kinder hatten viel Spaß in verschiedenen Sommer-Camps an der Ostsee («Baltic Sea»), an einem der vielen Seen oder in den Nationalparks von Litauen. Zusammen mit den Sozialarbeiterinnen und / oder ihren Pflegemüttern wanderten die Kinder auf Pilgerpfaden, besuchten Museen, beobachteten Vögel und tanzten am Strand. Ein besonderer Höhepunkt war der Ausflug nach Vilnius zu einem Open-Air-Konzert der litauischen Gruppe «SEL». Fast alle Kinder des Kinderdorfes (ausser den ganz kleinen) durften in einem gemieteten Bus mit 50 Sitzen nach Vilnius fahren und hatten dort, inmitten vieler junger Menschen, eine tolle Zeit im Vilnius-Park. Voller Energie gehen die Kinder seit Anfang September wieder in der Schule.

Glücklich im Camp an der Ostsee – die Familie aus Haus 7

Beim Beobachten der Vögel im Naturpark am Zaltytis-See

Loreta aus Haus 9 beim Observation Tower im Lazdijai-Distrikt

Monika im Museum des Naturparks am Meteliai-See

Vaidotas und Ligita im Sommerpark am See Iglé

Beim Konzert der Gruppe SEL in Vilnius

Die Ferienaktivitäten wurden durch unseren Verein großzügig unterstützt.  Dafür bedanken sich die Familien und das Leitungsteam der Kinderdörfer ganz herzlich bei «Kinderdörfer in Litauen e.V.» mit einen fröhlichen ACIU.

 

Herzliche Grüße

Ihr Otmar Debald und Team

Kinderdörfer in Litauen e.V.

 

 

 

 

„Persönlichkeiten stärken“ – mit unserer Reisegruppe beim PATRIA-Pfingstcamp

Liebe Paten, Freunde und Förderer,

 

im Mittelpunkt der diesjährigen Patenreise stand die Teilnahme an dem dreitägigen Jugend-Camp der PATRIA-Jugendhilfe-Organisation. Ziel des PATRIA-Camps war es, ein verantwortungsvolles Miteinander der Jugendlichen zu fördern und mit ihnen über Themen wie Lebenseinstellung, Berufswahl und Suchtprävention zu sprechen. Zehn Gäste aus Deutschland (die meisten langjährige Freunde unseres Litauen-Projektes) begleiteten unsere Vorstandsmitglieder Jurate Bogacz, Ingrid und Otmar Debald auf dieser Reise.

Bitte nehmen Sie sich die Zeit, diesen spannenden Bericht zu lesen und die Fotos anzuschauen.

Mehr als 20 jugendliche Waisen im Alter von 17 bis 23 Jahren trafen sich zusammen mit Sozialpädagogen von PATRIA sowie den 13 Besuchern aus Deutschland im Freilicht-Museum Rumsiskes unweit von Kaunas. Es war das bisher längste Camp von PATRIA dieser Art und das erste, an dem Gäste aus Deutschland teilnahmen. Von PATRIA-Mitarbeitern gründlich vorbereitet, ging es in den Vorträgen und Diskussionen um Themen wie Lebenshilfe, Gesundheitsvorsorge, Suchtprävention, Empfängnisverhütung und Berufsberatung. Die Frage „Wie kann ich denn nun mein Leben als junger Mensch meistern?“ bewegt sehr viele Jugendliche. Meist sind es genau dieselben Fragen, die alle Jugendlichen haben. Nur fehlt diesen jungen Erwachsenen dazu ein vertrauter Ansprechpartner, wie dem jungen Mann Kestas, 18 Jahre alt und sehr aufgeweckt. Otmar Debald berichtet: „Bei einem längeren Spaziergang fragte Kestas mich, wie ich meine Berufsentscheidung getroffen habe. Er sei in vielen Schulfächern talentiert, aber er wisse einfach nicht, welchen Beruf er wählen solle. Ich habe ihm davon erzählt, dass er seine Stärken erkennen und darauf aufbauen muss. Das war ein ganz normales Gespräch, das ich so auch oft mit meinen eigenen Kindern geführt habe. Kestas hat aber keine Eltern oder Verwandten, mit denen er über solche Dinge sprechen kann.“

PATRIA-Leiterin Inga bei der Aufgabenverteilung

Im PATRIA-Camp ging es auch um das verantwortungsvolle „Miteinander“ der Gruppe und Selbstorganisation. Sowohl die Jugendlichen als auch die Besucher hatten konkrete Aufgaben während des Camps. Christina Sperling, die schon im Vorjahr auf der Patenreise dabei war, nutzte ihre Coaching-Erfahrung und hielt für die Jugendlichen einen interaktiven Vortrag mit dem Thema „Lead Yourself!“. Sie schaffte es, mit einfachen Worten und einprägsamen Sätzen die Jugendlichen zu erreichen. Noch lange nach dem Vortrag gab es Diskussionen unter den Jugendlichen, wie sie anhand Christinas Tipps ihr Leben meistern können. Christina Sperling dazu: „Ich habe den Austausch mit den Jugendlichen genossen. Viele haben mich in Einzelgesprächen nochmal um Rat gefragt. Als Coach ist es mir wichtig, dass die Jugendlichen konkrete Handlungsimpulse mitnehmen. Tatsächlich gab es nach dem Camp sogar Facebook-Posts von Jugendlichen mit Zitaten, die offensichtlich aus meinem Vortrag stammten.“

Christina Sperling bei ihrem Coaching-Vortrag „Lead Yourself!“

Die deutschen Paten mit ihren litauischen Patentöchtern im PATRIA-Camp

Auch die langjährige Patin Simone G. war, wie im Vorjahr, wieder bei der Reise dabei. Sie ist Ernährungsberaterin und hielt für die Jugendlichen einen Vortrag zum Thema „gesunde Ernährung“. Da gab es einige Aha-Effekte bei den Teilnehmern, vor allem bei den Themen „Zucker“ und „Alkohol“, aber auch die selben Vorurteile zu Ernährungsformen, die wir alle kennen. Das Thema „fleischlose Ernährung“ wurde besonders intensiv diskutiert…Simone hatte dieses Mal ihre Tochter auf die Patenreise mitgenommen, die im selben Alter ist wie die jugendlichen Camp-Teilnehmer. Simone dazu: „Auch bei meiner Tochter hat die Reise einen tiefen Eindruck hinterlassen. Sie hat viele neue Kontakte geknüpft und die Kommunikation via Facebook läuft nun heiß.“

 

Natürlich kamen auch Sport und Spaß im PATRIA-Camp nicht zu kurz. Es gab ein Live-Konzert einer bekannten litauischen Boy-Group und danach einer Girl-Group, auf einer Bühne mitten im Wald. Am nächsten Abend gab es ein Konzert mit traditioneller litauischer Musik. Alle Teilnehmer, auch die deutschen Gäste, haben zusammen alte litauische Tänze gelernt. Besonders beliebt war bei den Männern der Bärentanz…

Lukas aus dem Kinderdorf Marijampole inmitten der Girl-Group

Gute Stimmung beim Live-Konzert im Wald

Am nächsten Morgen gab es ein richtiges Schminken und Fotoshooting für alle jungen Teilnehmer. Ziel war es, professionelle Bewerbungsfotos zu produzieren. Ein gutes eigenes Foto zu haben, ist aber nicht nur für Bewerbungen wichtig, sondern fördert auch das Selbstvertrauen der jungen Menschen. Kommentare wie „Oh, ich kann ja doch ganz gut aussehen…“ sind für Waisenkinder, die oft an sich selbst zweifeln, ganz wichtig. Nahezu alle Teilnehmer haben ihre Fotos nach dem Fotoshooting auf Facebook gepostet und die meisten nutzen es dort auch als Profilfoto.

Das Bewerbungsfoto von Neringa

Ein ganz besonderer Dank geht an dieser Stelle an die Kosmetikfirma Cosnova, unserem Hauptsponsor, für die Finanzierung des Camps. Für das Fotoshooting wurden die professionelle Visagistin Odeta und die Profi-Fotografin Daiva von Cosnova‘s langjährigem Geschäftspartner in Litauen UAB Kosmetika zur Verfügung gestellt. Zwei Mitarbeiterinnen von Cosnova haben die Reisegruppe sogar begleitet und waren begeistert von der Resonanz der Jugendlichen auf das Camp. Wir möchten uns auch bei der Firma Procter & Gamble bedanken, die für alle Teilnehmer des Camps hochwertige elektrische Zahnbürsten der Marke „oral b“ gespendet hat, die als Geschenk mit einem Hinweis auf die Bedeutung guter Mundhygiene verteilt wurden.

 

So war das Camp ein voller Erfolg und ein rundherum bewegendes Erlebnis für alle Teilnehmer und die Gäste aus Deutschland. Das Zusammensein mit den Jugendlichen war für alle eine große Bereicherung. Die Jugendlichen haben uns vielfach zu verstehen gegeben, dass es für sie etwas ganz Besonderes ist, dass Menschen aus einem anderen Land sich so um sie kümmern.

 

Das PATRIA-Programm hat sich in nur 3 Jahren zu einem ganz wichtigen Baustein der Lebenshilfe für jugendliche Waisen entwickelt. Insgesamt nehmen nun über 40 Jugendliche an dem Programm teil, von denen etwa die Hälfte auch das Camp besucht haben.

 

Nach dem Camp machte unsere Reisegruppe auch einen kurzen Besuch im Kinderdorf in Marijampoles. Die mitgereisten Paten trafen dort ihre litauischen Patenkinder und erlebten bewegende Begegnungen. Auf dem Außengelände in Marijampoles gab es eine kleine Feier im Freien mit allen Kindern, Müttern und Mitarbeitern der Organisation. Ein litauisches Unternehmen hatte dafür eine aufblasbare Hüpfburg mit Rutsche zur Verfügung gestellt…ein großer Spaß für Kinder und Erwachsene. Den Kindern in Marijampoles geht es sehr gut und die Situation ist insgesamt sehr stabil. Die Zahl der Bewohner hat sich wieder leicht reduziert, da die Behörden die Waisenkinder zukünftig in kleineren Familieneinheiten unterbringen wollen. Trotzdem finden weiterhin etwa 60 Kinder in den beiden Kinderdörfern in Marijampole und Kaunas ein liebevolles zu Hause. Ein detaillierter Bericht mit vielen Fotos über unseren Besuch im Kinderdorf Marijampole und über die Sommerferien der Kinder folgt Anfang September 2017.

Auf der Hüpfburg mit Rutsche im Kinderdorf Marijampole

Zum Abschluss der Reise gab es wie immer einen kurzen Besuch im bekannten Wasserschloss Trakai und eine Stadtbesichtigung in Vilnius mit einem abschließenden Abendessen aller Gäste.

Wir möchten uns bei allen Mitreisenden ganz herzlich bedanken. Sie haben wertvolle Freizeit für die Reise zur Verfügung gestellt und die Reisekosten selbst getragen. Noch wichtiger ist, dass alle sich persönlich sehr eingebracht haben. Das hat entscheidend zum Erfolg des PATRIA-Camps beigetragen und verfestigt individuelle Beziehungen mit den Kindern und Jugendlichen. Ganz herzlichen Dank auch an Jurate Bogacz aus dem Vorstand, die die das Camp zusammen mit PATRIA vorbereitet und begleitet hat. Wir werden auch im nächsten Jahr ein Camp mit den Jugendlichen veranstalten und freuen uns jetzt schon auf mitreisende Gäste aus unserem Förderkreis.

Ganz herzliche Grüße im Namen des Vorstandsteams

Ihr Otmar Debald

Kinderdörfer in Litauen e.V.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pfarrer Enke besucht das PATRIA-Team in Kaunas

Liebe Freunde und Förderer,

 

ein langjähriger Freund unseres Vereins, Pfarrer Christian Enke aus Frankfurt/Main, ist seit Mitte Juni auf Reisen durch das Baltikum. Nach einem Aufenthalt an der Ostsee und auf dem «Berg der Kreuze» reiste Christian Enke nach Kaunas und besuchte dort das PATRIA-Büro in der Altstadt. Lesen Sie hier seine Reisebeschreibung.

Durch die Berichte von „Kinderdörfer in Litauen“ wurde mein Interesse geweckt, das osteuropäische Baltikum kennenzulernen. Meine erste Reiseetappe führte mich nach Litauen. Zu meinem Erstaunen wurde erst vor wenigen Jahren der Mittelpunkt Europas neu berechnet und liegt nun nicht weit weg von der zweitgrössten Stadt Kaunas, wo ich das PATRIA-Team besuchen durfte.

Meine Begegnungen im PATRIA-Büro stellten für mich auf meiner Urlaubs-Rundreise ein kurzes, aber sehr freundliches Hallo dar. Mitten in der schönen Altstadt von Kaunas erwartete mich eine im doppelten Wortsinn «offene Tür» und Inga, die Leiterin des PATRIA-Teams, zeigte mir die Räumlichkeiten des PATRIA-Büros. Beeindruckt war ich gleich von dem so guten und personalen Angebot, das sicher gerne angenommen wird: als Jugendlicher einfach dort hinkommen und nichts tun müssen; beim gemeinsamen Kochen kommt es zu unkomplizierter Kommunikation, und wer ein ernstes Gespräch sucht, darf sich in den Sitzsack in Ingas Büro werfen mit «Tür zu». Das PATRIA-Team ist wichtig: neben der jungen Psychologin gibt es auch die Sozialarbeiterin und gemeinsam gehen sie etwa das Drogenproblem einer Bewohnerin an.

Ich bin sehr froh über die Jugendhilfe-Organisation PATRIA, welche die Jugendlichen auffängt, die von der Politik vernachlässigt werden, und über die gute Zusammenarbeit und Unterstützung durch unseren Verein «Kinderdörfer in Litauen e.V.». Danke!

Mit herzlichen Grüssen, Ihr Christian Enke, Frankfurt