Weihnachtsaktion 2017 und amazon.smile für Litauen

Liebe Freunde und Förderer,

 

hiermit möchten wir Ihnen noch einmal unsere Weihnachtsaktion für Litauen ans Herz legen und auf die Möglichkeit aufmerksam machen, amazon.smile für Ihre Weihnachts-Bestellungen zu nutzen.

 

  1. WEIHNACHTSAKTION 2017

 

Mit unserer alljährlichen Weihnachtsaktion möchten wir den Familien und Sozialarbeitern in unseren Kinderdörfern sowie den jungen Erwachsenen in unserem PATRIA-Programm eine Freude bereiten. Dieses Jahr haben wir uns als Geschenkidee für Kulturtaschen mit Inhalt (Duschgel, Bodylotion, Shampoo) entschieden und für die Kinder unter 10 Jahren im Kinderdorf werden wir ein Spielzeug aussuchen. Ebenso werden wir Weihnachtsfeiern und Geschenke für die Sozialarbeiter finanzieren und hoffen auf Ihre Unterstützung:

 

  • Bitte übernehmen Sie ein Geschenkpaket für Ihr Patenkind oder für einen jungen Erwachsenen im PATRIA-Programm und spenden Sie dafür 30 Euro.
  • Bitte schreiben Sie eine Weihnachtskarte an Ihr Patenkind (wenn noch nicht geschehen!), gerne mit Foto, auf Englisch oder Deutsch.
  • Unterstützen Sie mit einer allgemeinen Geldspende nach Ihrer Wahl die Weihnachtsfeiern in jeder Kinderdorffamilie und bei PATRIA.

 

Bitte senden Sie den persönlichen Weihnachtsbrief für das Patenkind bis spätestens 7. Dezember 2017 an Ingrid Debald, Westendstr 68, D – 60325 Frankfurt/Main, damit wir alle Briefe rechtzeitig per Post nach Litauen schicken können. Ingrid Debald ist erreichbar unter ingrid.debald@web.de oder Tel: 069/74309064.  

 

Unsere Kontoverbindung ist:

Kinderdörfer in Litauen e.V.

Frankfurter Sparkasse 1822

IBAN DE14 5005 0201 1200 0721 52
(DE14500502011200072152)

BIC HELADEF 1822

 

2. AMAZON.SMILE

 

Wir möchten Sie auf die Möglichkeit aufmerksam machen, Bestellungen bei amazon über die Funktion „amazon.smile“ durchzuführen. Hier können Sie die soziale Organisation eingeben bzw. anklicken, die Sie mit jedem Einkauf bei amazon unterstützen wollen – Kinderdörfer in Litauen e.V. Üblicherweise flieβen 0,5% des Einkaufspreises auf unser Litauen-Spendenkonto, vom 1. bis 24.12.2017 aber mit der Aktion“ #3 x amazon.smile“ 1,5% des Einkaufspreises. Bitte nutzen Sie diesen Link, um zu amazon.smile zu gelangen.

 

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

 

Wir wünschen Ihnen eine schöne Vorweihnachtszeit

Ihr Otmar Debald und Team

von „Kinderdörfer in Litauen e.V.“

110 Kulturtaschen für die Weihnachtsaktion in Litauen

Liebe Freunde und Förderer,

 

alle Jahre wieder…Nun schon zum 20. Mal (!) organisieren wir die Weihnachtsaktion für Litauen, um  den Familien und Sozialarbeitern in unseren Kinderdörfern sowie den jungen Erwachsenen in unserem PATRIA-Programm eine Freude zu bereiten. Dieses Jahr haben wir uns als Geschenkidee für Kulturtaschen entschieden und für die Kinder unter 10 Jahren im Kinderdorf werden wir ein Spielzeug aussuchen. Insgesamt wollen wir 110 Kulturtaschen mit Inhalt (Duschgel, Bodylotion, Shampoo) oder Spielzeug verschenken sowie schöne Weihnachtsfeiern ausrichten und hoffen auf Ihre Unterstützung.

 

In diesem Jahr kaufen wir die Kulturtaschen und das Spielzeug in Deutschland und schicken sie zusammen mit den Weihnachtskarten nach Litauen. Dort werden sie dann verpackt und verteilt. Unsere Bitte ist nun wie folgt:

 

  • Bitte übernehmen Sie ein Geschenkpaket mit einem Spielzeug (für Kinder unter 10 Jahren) oder Kulturtasche für Ihr Patenkind oder für einen jungen Erwachsenen im PATRIA-Programm und spenden Sie dafür 30 Euro. Von diesem Betrag werden wir die Geschenke samt Inhalt kaufen.
  • Bitte schreiben Sie eine Weihnachtskarte an Ihr Patenkind, gerne mit Foto, auf Englisch oder Deutsch.
  • Unterstützen Sie mit einer allgemeinen Geldspende nach Ihrer Wahl die Weihnachtsfeiern in jeder Kinderdorffamilie und den Einkauf für die Familienweihnachtspakete, die Tee, Gebäck, Naschzeug und Kerzen enthalten werden und die auch das Team vor Ort zusammenstellen wird. Wir möchten auch den Müttern und Betreuerinnen im Dorf ein kleines Weihnachtsgeschenk machen.

Weihnachtsaktion für unsere Kinder und Jugendlichen in Litauen

Ingrid Debald hat die Koordination der Weihnachtsaktion übernommen. Wir bitten um Nachricht bis zum 26. November 2017, ob Sie ein Weihnachtsgeschenk übernehmen oder für die Weihnachtsfeiern etwas Geld spenden möchten.

Ingrid Debald ist erreichbar unter ingrid.debald@web.de oder Tel: 069/74309064.  

Bitte senden Sie den persönlichen Weihnachtsbrief für das Patenkind bis spätestens 3. Dezember 2017 an Ingrid Debald, Westendstr 68, D – 60325 Frankfurt/Main, damit wir alle Briefe rechtzeitig per Post nach Litauen schicken können

Unsere Kontoverbindung ist:

Kinderdörfer in Litauen e.V.

Frankfurter Sparkasse 1822

IBAN DE 14 5005 0201 1200 072 152

BIC HELADEF 1822

 

Über eine breite Unterstützung unserer Weihnachtsaktion würden wir uns freuen.

Wir wünschen Ihnen eine schöne Vorweihnachtszeit und sind mit

herzlichen Grüßen

Ihr Team von „Kinderdörfer in Litauen e.V.“

Otmar Debald, Ursula Nemmert, Ingrid Debald, Christine Scheid, Verena Nacke, Jurate Bogacz und Susanne Welsch-Lehmann

P.S. Nächstes Jahr feiern wir das 20-jährige Bestehen unseres Kinderdorf-Projektes und werden wieder ein Benefizfest veranstalten. Weitere Informationen folgen!

 

Feierliche Ehrung unserer Kinderdorf-Mütter und drei Mütter-Portraits

Liebe Freunde und Förderer,

mit diesem Rundbrief möchten wir Ihnen über eine besondere Feier, der «Social Day Celebration», zu Ehren der Kinderdorf-Mütter und –Tanten berichten und Ihnen drei tüchtige Kinderdorf-Mütter näher vorstellen. Für uns sind die Kinderdorf-Mütter die WAHREN HELDINNEN mit ihrem unermüdlichen Einsatz zum Wohl ihrer Schützlinge – deshalb haben wir uns besonders über diese Ehrung gefreut.

 

SOCIAL DAY CELEBRATION

Ende September 2017 gab es in unserem Kinderdorf Marijampoles eine besondere Feier: alle Mütter, Tanten und Sozialarbeiterinnen wurden für ihren grossen Einsatz für ihre Pflegekinder geehrt.

Über diese Nachricht aus Litauen haben wir uns besonders gefreut, denn für uns sind die Pflegemütter die WAHREN HELDINNEN des Kinderdorfes. Monsignore Kazlauskas, dem Gründer der Kinderdörfer, lag die Wertschätzung der liebe- und aufopferungsvollen Mütter immer sehr am Herzen – für ihn waren die Mütter der Kern der Kinderdorf-Familienstruktur.

Die «Social Day Celebration» begann mit einer Heiligen Messe, zu der alle Mitarbeiter des Kinderdorfes und alle Kinder eingeladen waren und die von Reverent Donatas und dem jungen Kaplan Arvydas zelebriert wurde.

Nach dem Gottesdienst erhielten die Mütter, Tanten und Sozialarbeiterinnen Dankes-Briefe, die von Bischof Rimantas Norvila unterzeichnet waren, und die Kinder schenkten ihren Müttern und Tanten Blumen.

Feierliche Ehrung aller Kinderdorf-Mütter und – Tanten durch Reverent Donatas

Ein stimmungsvolles Abendessen, ausgerichtet in Haus 10, rundete diese besondere Feier ab. Direktor Sulinskas dankte dabei allen Kinderdorf-Mitarbeiterinnen für ihre grossartigen Leistungen:

  • Den Müttern für ihren unermüdlichen Einsatz zum Wohl der Kinder: Hausarbeit, einkaufen, kochen, Schulaufgaben-Betreuung, trösten bei Krankheiten, Kummer oder Streitigkeiten – all das und noch viel mehr leisten unsere Kinderdorf-Mütter täglich rund um die Uhr – früher für bis zu 10 Kinder in einem Kinderdorf-Haus, heute für 6 Kinder pro Haus.
  • Den Tanten, die die Mütter bei der Hausarbeit und bei der Schulaufgaben-Betreuung unterstützen und Vertretungen übernehmen.
  • Den Sozialarbeiterinnen, die den Familien begleitend bei pädagogischen Fragen und Problemen zur Seite stehen.

Die Kinder von Haus 2 ehrten ihre Kinderdorf-Mutter

VORSTELLUNG VON DREI MÜTTERN

Wir möchten Ihnen hier drei Kinderdorf-Mütter vorstellen. Jede von ihnen ist das «Herz» einer Pflegefamilie, die aus Kindern aus verschiedenen Ursprungsfamilien und Altersgruppen zusammengesetzt ist und in je einem Kinderdorf-Haus lebt. Oft haben unsere tüchtigen Kinderdorf-Mütter bereits eigene Kinder grossgezogen, bevor sie die Stelle im Kinderdorf angetreten haben.

REDA

Reda ist 57 Jahre alt und schon seit über 20 Jahren (!) Kinderdorf-Mutter in Marijampoles. Verena Nacke hat sie bereits bei ihrem ersten Besuch in Litauen im Jahr 1998 kennengelernt. Seitdem hat sie vielen Kindern ein liebevolles Zuhause gegeben. Sie hat keine eigene Familie. Für sie ist ihre Aufgabe im Kinderdorf kein Job, sondern eine Berufung und Erfüllung. Das Lächeln ihrer Kinder ist für sie die grösste Belohnung für ihren Einsatz. In ihrer Freizeit hört sie klassische Musik und backt gern.

 

Reda mit ihren Kindern im Sommer 1998

Kinderdorf-Mutter Reda heute

VIDA

Vida ist 63 Jahre alt und hat eine höhere Schulbildung. In der Kinderbetreuung arbeitet sie seit 13 Jahren und liebt diese Arbeit sehr. Sie ist Witwe. Sie hat eine eigene Familie mit zwei Söhnen, die aber schon erwachsen sind und eigene Familien haben. Ihr 11-jähriger Enkelsohn besucht sie manchmal im Kinderdorf Marijampoles und spielt dann gern mit den Kindern. Vida sagt: «Für mich ist die Arbeit im Kinderdorf nicht hart, denn den Kindern Liebe zu schenken ist einfach. Die tägliche Arbeit lässt mich jung und wirklich gebraucht fühlen. Ich mag es, den Kindern meine Wärme und Geborgenheit zu geben. Ihr Lächeln und ihre Freude sind die grösste Belohnung für mich. In meiner Freizeit lese ich gern Bücher, stricke, schaue Filme und höre Musik.»

Kinderdorf-Mutter Vida

MARIJA

Marija ist 57 Jahre alt und hat eine Realschulausbildung. In ihrer eigenen Familie hat sie drei Töchter, zwei Söhne und vier Enkelinnen, die teilweise im Ausland leben. Marija arbeitet seit 7 Jahren im Kinderdorf Marijampoles in Haus Nr. 1. Sie hatte für ein halbes Jahr ihre Kinderdorf-Familie verlassen, ist dann aber zurückgehrt, weil sie Sehnsucht nach den Kindern hatte. Ihr schönstes Hobby ist es, Mahlzeiten für die grosse Familie zuzubereiten. Sie reist gern, geht gern in Konzerte und Kunstausstellungen. Marija berichtet: «Nachdem all meine eigenen fünf Kinder erwachsen waren, wollte ich anderen Wärme, Liebe und Lebenserfahrung geben. Ich möchte meine Kinderdorf-Kinder unterstützen, zu guten Menschen heranzuwachsen. Ihre Zuneigung macht mich glücklich und ich bekomme so viel mehr an Liebe zurück, als ich gebe.»

 

Mutter Marija mit einem ihrer Schützlinge

Bei unseren Besuchen in den Kinderdörfern sind wir, die Mitglieder des Vorstandsteams und unsere deutschen Reisebegleiter, immer wieder gerührt, die Mütter und ihre liebevolle Betreuung der Kinder in den einzelnen Pflegefamilien zu erleben. So möchten wir den tüchtigen Müttern mit diesem Newsletter auch ein herzliches ACIU für ihren Einsatz sagen.

In unserem nächsten Newsletter werden wir Sie, liebe Freunde und Förderer, über unsere Weihnachtsaktion 2017 informieren, mit der wir auch dem Team des Kinderdorfs eine Freude bereiten wollen.

Mit freundlichen Grüssen

Ihr Otmar Debald und Team

Kinderdörfer in Litauen e.V.

Gelungene Sommerferien für unsere Kinder in Litauen

Liebe Freunde und Förderer,

 

in diesem Rundbrief berichten wir über den Besuch unserer deutschen Reisegruppe im Kinderdorf Marijampoles Anfang Juni 2017 und von den Sommerferien unserer Kinder an der Ostsee und in den vielen Nationalparks in Litauen. Erfreuen Sie sich an den vielen Fotos unserer Kinderdorf-Kinder „in action“.

Herzliche Grüße

Ihr Otmar Debald und das Team

Kinderdörfer in Litauen e.V.

 

 

BESUCH IM KINDERDORF MARIJAMPOLES

Die Sommerferienzeit wurde mit dem Besuch unserer Reisegruppe im Kinderdorf Marijampoles eingeläutet. Im letzten Rundbrief hatten wir über die Teilnahme unserer großen Reisegruppe am PATRIA-Jugendcamp berichtet. Im Anschluss daran fuhren wir am Pfingstsamstag zum Kinderdorf nach Marijampoles. Am Sonntagmorgen fand bei angenehmen Sommerwetter auf dem Außengelände ein fröhlicher BBQ statt. Die meisten Kinder sowie die Mütter, Tanten und das Leitungsteam nahmen an der kleinen Feier teil. Ein litauisches Unternehmen stellte eine aufblasbare Hüpfburg mit Rutsche zur Verfügung, die mit großer Freude von den Kindern – und auch von den Erwachsenen – genutzt wurde. So begannen die Sommerferien für die Kinder mit einem schönen Fest.

Die deutsche Reisegruppe inmitten der Bewohner des Kinderdorfes in Marijampoles

Eine Kinderdorf-Familie mit fünf Geschwisterkindern

Das Rutschen machte allen viel Spass

Ein köstliches Buffet für das BBQ

Diese Momente der unbeschwerten Begegnung und der persönliche Kontakt mit den Kindern sind eminent wichtig für die Kinder selbst und für unsere Arbeit. Mehrere deutsche Paten haben bei diesem Fest ihr Patenkind getroffen. Sie tauschten Geschenke aus, besuchten die Häuser, in denen die Kinder wohnen und durften auch die Kinderzimmer sehen. So erhielten die Paten einen sehr persönlichen Einblick in den Alltag ihrer Patenkinder. Diese Momente – wenn auch nur kurz – bilden und festigen eine Beziehung zwischen Patenkind und Paten. Und man merkt den Kindern an, wie glücklich und stolz sie über den Besuch ihrer Paten sind.

Bei einem Abendessen mit dem Leitungsteam informierten wir uns über die aktuelle Situation des Kinderdorfes und über die staatlichen Bestimmungen zur Betreuung von Waisenkindern. Den Kindern in Marijampoles geht es sehr gut und die Situation ist insgesamt sehr stabil. Der litauische Staat setzt seit einiger Zeit auf eine Betreuung in kleineren Familieneinheiten und eine Individualisierung der Waisenkinder-Betreuung. So sollen die Betreuung mit Pflegefamilien ausgebaut und langfristig die institutionalisierte Waisenhaus-Erziehung abgeschafft werden. Deshalb sinkt auch in unseren beiden Kinderdörfern die Kinderzahl langsam, aber stetig. Aktuell leben insgesamt 51 Kinder in unseren beiden Kinderdörfern in Marijampoles und in Kaunas. Das sind weniger als die Hälfte als noch vor fünf Jahren.

Grundsätzlich begrüßen wir die Einrichtung von Pflegefamilien und würden diese Entwicklung bei entsprechender Gelegenheit auch fördern. Aus unserer Sicht wird es aber immer notwendig sein, in Notfällen und für größere Familien eine Einrichtung wie die unsere zu haben. Aktuell leben einige Familien mit vielen Geschwisterkindern im Dorf. Grundsätzlich sollen die Kinder, die schon lange im Kinderdorf sind, nicht aus ihrer vertrauten Umgebung gerissen werden. Sie werden voraussichtlich bis ins Erwachsenenalter dort bleiben. Durch unser PATRIA-Programm haben wir die Möglichkeit, diese Kinder auch nach der Zeit im Kinderdorf bis zum Abschluss der Berufsausbildung gezielt zu begleiten.

 

SOMMER-CAMPS 2017

Unsere Kinderdorf-Kinder hatten viel Spaß in verschiedenen Sommer-Camps an der Ostsee («Baltic Sea»), an einem der vielen Seen oder in den Nationalparks von Litauen. Zusammen mit den Sozialarbeiterinnen und / oder ihren Pflegemüttern wanderten die Kinder auf Pilgerpfaden, besuchten Museen, beobachteten Vögel und tanzten am Strand. Ein besonderer Höhepunkt war der Ausflug nach Vilnius zu einem Open-Air-Konzert der litauischen Gruppe «SEL». Fast alle Kinder des Kinderdorfes (ausser den ganz kleinen) durften in einem gemieteten Bus mit 50 Sitzen nach Vilnius fahren und hatten dort, inmitten vieler junger Menschen, eine tolle Zeit im Vilnius-Park. Voller Energie gehen die Kinder seit Anfang September wieder in der Schule.

Glücklich im Camp an der Ostsee – die Familie aus Haus 7

Beim Beobachten der Vögel im Naturpark am Zaltytis-See

Loreta aus Haus 9 beim Observation Tower im Lazdijai-Distrikt

Monika im Museum des Naturparks am Meteliai-See

Vaidotas und Ligita im Sommerpark am See Iglé

Beim Konzert der Gruppe SEL in Vilnius

Die Ferienaktivitäten wurden durch unseren Verein großzügig unterstützt.  Dafür bedanken sich die Familien und das Leitungsteam der Kinderdörfer ganz herzlich bei «Kinderdörfer in Litauen e.V.» mit einen fröhlichen ACIU.

 

Herzliche Grüße

Ihr Otmar Debald und Team

Kinderdörfer in Litauen e.V.

 

 

 

 

„Persönlichkeiten stärken“ – mit unserer Reisegruppe beim PATRIA-Pfingstcamp

Liebe Paten, Freunde und Förderer,

 

im Mittelpunkt der diesjährigen Patenreise stand die Teilnahme an dem dreitägigen Jugend-Camp der PATRIA-Jugendhilfe-Organisation. Ziel des PATRIA-Camps war es, ein verantwortungsvolles Miteinander der Jugendlichen zu fördern und mit ihnen über Themen wie Lebenseinstellung, Berufswahl und Suchtprävention zu sprechen. Zehn Gäste aus Deutschland (die meisten langjährige Freunde unseres Litauen-Projektes) begleiteten unsere Vorstandsmitglieder Jurate Bogacz, Ingrid und Otmar Debald auf dieser Reise.

Bitte nehmen Sie sich die Zeit, diesen spannenden Bericht zu lesen und die Fotos anzuschauen.

Mehr als 20 jugendliche Waisen im Alter von 17 bis 23 Jahren trafen sich zusammen mit Sozialpädagogen von PATRIA sowie den 13 Besuchern aus Deutschland im Freilicht-Museum Rumsiskes unweit von Kaunas. Es war das bisher längste Camp von PATRIA dieser Art und das erste, an dem Gäste aus Deutschland teilnahmen. Von PATRIA-Mitarbeitern gründlich vorbereitet, ging es in den Vorträgen und Diskussionen um Themen wie Lebenshilfe, Gesundheitsvorsorge, Suchtprävention, Empfängnisverhütung und Berufsberatung. Die Frage „Wie kann ich denn nun mein Leben als junger Mensch meistern?“ bewegt sehr viele Jugendliche. Meist sind es genau dieselben Fragen, die alle Jugendlichen haben. Nur fehlt diesen jungen Erwachsenen dazu ein vertrauter Ansprechpartner, wie dem jungen Mann Kestas, 18 Jahre alt und sehr aufgeweckt. Otmar Debald berichtet: „Bei einem längeren Spaziergang fragte Kestas mich, wie ich meine Berufsentscheidung getroffen habe. Er sei in vielen Schulfächern talentiert, aber er wisse einfach nicht, welchen Beruf er wählen solle. Ich habe ihm davon erzählt, dass er seine Stärken erkennen und darauf aufbauen muss. Das war ein ganz normales Gespräch, das ich so auch oft mit meinen eigenen Kindern geführt habe. Kestas hat aber keine Eltern oder Verwandten, mit denen er über solche Dinge sprechen kann.“

PATRIA-Leiterin Inga bei der Aufgabenverteilung

Im PATRIA-Camp ging es auch um das verantwortungsvolle „Miteinander“ der Gruppe und Selbstorganisation. Sowohl die Jugendlichen als auch die Besucher hatten konkrete Aufgaben während des Camps. Christina Sperling, die schon im Vorjahr auf der Patenreise dabei war, nutzte ihre Coaching-Erfahrung und hielt für die Jugendlichen einen interaktiven Vortrag mit dem Thema „Lead Yourself!“. Sie schaffte es, mit einfachen Worten und einprägsamen Sätzen die Jugendlichen zu erreichen. Noch lange nach dem Vortrag gab es Diskussionen unter den Jugendlichen, wie sie anhand Christinas Tipps ihr Leben meistern können. Christina Sperling dazu: „Ich habe den Austausch mit den Jugendlichen genossen. Viele haben mich in Einzelgesprächen nochmal um Rat gefragt. Als Coach ist es mir wichtig, dass die Jugendlichen konkrete Handlungsimpulse mitnehmen. Tatsächlich gab es nach dem Camp sogar Facebook-Posts von Jugendlichen mit Zitaten, die offensichtlich aus meinem Vortrag stammten.“

Christina Sperling bei ihrem Coaching-Vortrag „Lead Yourself!“

Die deutschen Paten mit ihren litauischen Patentöchtern im PATRIA-Camp

Auch die langjährige Patin Simone G. war, wie im Vorjahr, wieder bei der Reise dabei. Sie ist Ernährungsberaterin und hielt für die Jugendlichen einen Vortrag zum Thema „gesunde Ernährung“. Da gab es einige Aha-Effekte bei den Teilnehmern, vor allem bei den Themen „Zucker“ und „Alkohol“, aber auch die selben Vorurteile zu Ernährungsformen, die wir alle kennen. Das Thema „fleischlose Ernährung“ wurde besonders intensiv diskutiert…Simone hatte dieses Mal ihre Tochter auf die Patenreise mitgenommen, die im selben Alter ist wie die jugendlichen Camp-Teilnehmer. Simone dazu: „Auch bei meiner Tochter hat die Reise einen tiefen Eindruck hinterlassen. Sie hat viele neue Kontakte geknüpft und die Kommunikation via Facebook läuft nun heiß.“

 

Natürlich kamen auch Sport und Spaß im PATRIA-Camp nicht zu kurz. Es gab ein Live-Konzert einer bekannten litauischen Boy-Group und danach einer Girl-Group, auf einer Bühne mitten im Wald. Am nächsten Abend gab es ein Konzert mit traditioneller litauischer Musik. Alle Teilnehmer, auch die deutschen Gäste, haben zusammen alte litauische Tänze gelernt. Besonders beliebt war bei den Männern der Bärentanz…

Lukas aus dem Kinderdorf Marijampole inmitten der Girl-Group

Gute Stimmung beim Live-Konzert im Wald

Am nächsten Morgen gab es ein richtiges Schminken und Fotoshooting für alle jungen Teilnehmer. Ziel war es, professionelle Bewerbungsfotos zu produzieren. Ein gutes eigenes Foto zu haben, ist aber nicht nur für Bewerbungen wichtig, sondern fördert auch das Selbstvertrauen der jungen Menschen. Kommentare wie „Oh, ich kann ja doch ganz gut aussehen…“ sind für Waisenkinder, die oft an sich selbst zweifeln, ganz wichtig. Nahezu alle Teilnehmer haben ihre Fotos nach dem Fotoshooting auf Facebook gepostet und die meisten nutzen es dort auch als Profilfoto.

Das Bewerbungsfoto von Neringa

Ein ganz besonderer Dank geht an dieser Stelle an die Kosmetikfirma Cosnova, unserem Hauptsponsor, für die Finanzierung des Camps. Für das Fotoshooting wurden die professionelle Visagistin Odeta und die Profi-Fotografin Daiva von Cosnova‘s langjährigem Geschäftspartner in Litauen UAB Kosmetika zur Verfügung gestellt. Zwei Mitarbeiterinnen von Cosnova haben die Reisegruppe sogar begleitet und waren begeistert von der Resonanz der Jugendlichen auf das Camp. Wir möchten uns auch bei der Firma Procter & Gamble bedanken, die für alle Teilnehmer des Camps hochwertige elektrische Zahnbürsten der Marke „oral b“ gespendet hat, die als Geschenk mit einem Hinweis auf die Bedeutung guter Mundhygiene verteilt wurden.

 

So war das Camp ein voller Erfolg und ein rundherum bewegendes Erlebnis für alle Teilnehmer und die Gäste aus Deutschland. Das Zusammensein mit den Jugendlichen war für alle eine große Bereicherung. Die Jugendlichen haben uns vielfach zu verstehen gegeben, dass es für sie etwas ganz Besonderes ist, dass Menschen aus einem anderen Land sich so um sie kümmern.

 

Das PATRIA-Programm hat sich in nur 3 Jahren zu einem ganz wichtigen Baustein der Lebenshilfe für jugendliche Waisen entwickelt. Insgesamt nehmen nun über 40 Jugendliche an dem Programm teil, von denen etwa die Hälfte auch das Camp besucht haben.

 

Nach dem Camp machte unsere Reisegruppe auch einen kurzen Besuch im Kinderdorf in Marijampoles. Die mitgereisten Paten trafen dort ihre litauischen Patenkinder und erlebten bewegende Begegnungen. Auf dem Außengelände in Marijampoles gab es eine kleine Feier im Freien mit allen Kindern, Müttern und Mitarbeitern der Organisation. Ein litauisches Unternehmen hatte dafür eine aufblasbare Hüpfburg mit Rutsche zur Verfügung gestellt…ein großer Spaß für Kinder und Erwachsene. Den Kindern in Marijampoles geht es sehr gut und die Situation ist insgesamt sehr stabil. Die Zahl der Bewohner hat sich wieder leicht reduziert, da die Behörden die Waisenkinder zukünftig in kleineren Familieneinheiten unterbringen wollen. Trotzdem finden weiterhin etwa 60 Kinder in den beiden Kinderdörfern in Marijampole und Kaunas ein liebevolles zu Hause. Ein detaillierter Bericht mit vielen Fotos über unseren Besuch im Kinderdorf Marijampole und über die Sommerferien der Kinder folgt Anfang September 2017.

Auf der Hüpfburg mit Rutsche im Kinderdorf Marijampole

Zum Abschluss der Reise gab es wie immer einen kurzen Besuch im bekannten Wasserschloss Trakai und eine Stadtbesichtigung in Vilnius mit einem abschließenden Abendessen aller Gäste.

Wir möchten uns bei allen Mitreisenden ganz herzlich bedanken. Sie haben wertvolle Freizeit für die Reise zur Verfügung gestellt und die Reisekosten selbst getragen. Noch wichtiger ist, dass alle sich persönlich sehr eingebracht haben. Das hat entscheidend zum Erfolg des PATRIA-Camps beigetragen und verfestigt individuelle Beziehungen mit den Kindern und Jugendlichen. Ganz herzlichen Dank auch an Jurate Bogacz aus dem Vorstand, die die das Camp zusammen mit PATRIA vorbereitet und begleitet hat. Wir werden auch im nächsten Jahr ein Camp mit den Jugendlichen veranstalten und freuen uns jetzt schon auf mitreisende Gäste aus unserem Förderkreis.

Ganz herzliche Grüße im Namen des Vorstandsteams

Ihr Otmar Debald

Kinderdörfer in Litauen e.V.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pfarrer Enke besucht das PATRIA-Team in Kaunas

Liebe Freunde und Förderer,

 

ein langjähriger Freund unseres Vereins, Pfarrer Christian Enke aus Frankfurt/Main, ist seit Mitte Juni auf Reisen durch das Baltikum. Nach einem Aufenthalt an der Ostsee und auf dem «Berg der Kreuze» reiste Christian Enke nach Kaunas und besuchte dort das PATRIA-Büro in der Altstadt. Lesen Sie hier seine Reisebeschreibung.

Durch die Berichte von „Kinderdörfer in Litauen“ wurde mein Interesse geweckt, das osteuropäische Baltikum kennenzulernen. Meine erste Reiseetappe führte mich nach Litauen. Zu meinem Erstaunen wurde erst vor wenigen Jahren der Mittelpunkt Europas neu berechnet und liegt nun nicht weit weg von der zweitgrössten Stadt Kaunas, wo ich das PATRIA-Team besuchen durfte.

Meine Begegnungen im PATRIA-Büro stellten für mich auf meiner Urlaubs-Rundreise ein kurzes, aber sehr freundliches Hallo dar. Mitten in der schönen Altstadt von Kaunas erwartete mich eine im doppelten Wortsinn «offene Tür» und Inga, die Leiterin des PATRIA-Teams, zeigte mir die Räumlichkeiten des PATRIA-Büros. Beeindruckt war ich gleich von dem so guten und personalen Angebot, das sicher gerne angenommen wird: als Jugendlicher einfach dort hinkommen und nichts tun müssen; beim gemeinsamen Kochen kommt es zu unkomplizierter Kommunikation, und wer ein ernstes Gespräch sucht, darf sich in den Sitzsack in Ingas Büro werfen mit «Tür zu». Das PATRIA-Team ist wichtig: neben der jungen Psychologin gibt es auch die Sozialarbeiterin und gemeinsam gehen sie etwa das Drogenproblem einer Bewohnerin an.

Ich bin sehr froh über die Jugendhilfe-Organisation PATRIA, welche die Jugendlichen auffängt, die von der Politik vernachlässigt werden, und über die gute Zusammenarbeit und Unterstützung durch unseren Verein «Kinderdörfer in Litauen e.V.». Danke!

Mit herzlichen Grüssen, Ihr Christian Enke, Frankfurt

 

Ausbildungsbericht 2016

Liebe Paten, Freunde und Förderer!

Um Sie in komprimierter Form über die Aktivitäten und Ergebnisse unseres Ausbildungsprogramms für junge Erwachsene in Litauen im Jahr 2016 zu informieren, haben wir den „Ausbildungsbericht 2016“ für Sie zusammengestellt.

Wir sind mit der Entwicklung des Ausbildungsprogramms seit dem Beginn im Jahr 2014 sehr zufrieden. Insgesamt haben im Laufe des Jahres rund vierzig Jugendliche von der Förderung profitiert, davon haben  sechzehn Jugendliche die Schule oder die Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen. Lesen Sie im Bericht auch die sehr persönlichen Aussagen von Jugendlichen, die am Programm teilnehmen.

Herzlichen Dank für Ihr Vertrauen in unsere Arbeit und für Ihre grosszügige Unterstützung dieses wichtigen Projektes.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen unseres Ausbildungsberichts 2016. Bitte klicken Sie hier, um den pdf-Bericht zu laden.

Mit freundlichen Grüssen

Ihr Team des Vereins „Kinderdörfer in Litauen e.V.“

 

Student Marius: vom Kinderdorf in Kaunas in die Militärakademie

Marius mit deutschen Gästen, Patenreise 2007

Liebe Freunde und Förderer,

heute möchten wir eine bewegende Entwicklungsgeschichte aus Litauen mit Ihnen teilen: wie Marius aus dem Kinderdorf Kaunas seinen Traum verwirklicht hat, in der Militärakademie in Vilnius zu studieren.

Der junge Soldat, den Sie in diesem Video als Solo Sänger eines Militärchors sehen, ist Marius, den wir schon von Kindesbeinen an unterstützt und begleitet haben. Aber der Reihe nach… Weiterlesen

Weihnachtsfreude in Litauen / Patenreise vom 1.-4. Juni 2017 (Pfingsten)

Liebe Paten, Freunde und Förderer!                                                      

Mit diesem Rundbrief möchten wir Sie teilhaben lassen an der Freude und Dankbarkeit, die unsere Weihnachtsaktion den Kindern und Jugendlichen in Litauen beschert hat, und Sie herzlich einladen, an unserer Patenreise am Pfingstwochenende teilzunehmen.

Wir bedanken uns ganz herzlich für Ihre Unterstützung der Weihnachtsaktion 2016!  Im Namen der Kinderdorf-Leitung und des Vorstands-Teams sagen wir ein herzliches ACIU (Dankeschön auf Litauisch) für alle Spenden (insgesamt 10.000 Euro zu Weihnachten), mit denen wir die Geschenke für die Kinder, Mütter und Sozialarbeiterinnen und die Weihnachtsfeiern finanzieren konnten. Die Spenden im Rahmen der Weihnachtsaktion ermöglichen es uns darüber hinaus, weitere vier junge Erwachsene bei ihrer Ausbildung das ganze Jahr 2017 über zu finanzieren!

Die Spendenbescheinigungen für alle Weihnachtsspenden und die Patenbeiträge 2016 haben wir Ende Januar mit der Post verschickt. Bitte melden Sie sich, falls Sie diese nicht erhalten haben.

Die Kinder in den Dörfern haben sich über die persönlichen Briefe ihrer Paten und Freunde und über die bunten Handtücher gefreut, die sie wirklich gut gebrauchen können. Das Kinderdorf-Team hat uns folgende Dankeszeilen geschrieben:  Christmas celebration was very warm and nice in the village, children were happy about all the presents – towels were lovely and they got so much nice sweets. We are all very grateful for All Kinderdoerfer in Litauen team for bringing so much joy to the village every year…THANK YOU!“

Auch den 35 jungen Erwachsenen in unserem PATRIA-Ausbildungsprogramm konnten wir mit den Handtüchern eine Freude bereiten – sie hatten viel Spaß beim Aussuchen der richtigen Farbe des Handtuchs. Mit Ihren Spenden haben wir auch ein Weihnachts-Treffen der Jugendlichen mit ihren Betreuern bei PATRIA unterstützt. Der Zusammenhalt der Jugendlichen untereinander ist für den Erfolg des Programmes sehr wichtig – gerade in der Weihnachtszeit gibt den Jugendliche ihr Netzwerk ein kleines bisschen Familie zurück, die sie nie hatten.

Bitte finden Sie weiter unten den lesenswerten Bericht der Sozialarbeiterin Inga über die PATRIA-Weihnachtsfeier mit den Jugendlichen.

Unsere Patenreise findet vom 01. bis 04. Juni 2017 (Pfingstwochenende) statt. Dieses Jahr werden wir ein mehrtägiges interaktives Programm mit den jungen Erwachsenen organisieren und freuen uns über junggebliebene Freunde und Förderer, die daran teilnehmen wollen. Bitte melden Sie sich bis Mitte März 2017 bei ingrid.debald@web.de, wenn Sie Interesse haben, mit uns nach Litauen zu beiden Kinderdörfern und zu den jungen Erwachsenen zu reisen.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien alles Gute für das Jahr 2017 – bleiben Sie vor allem gesund!

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Ingrid und Otmar Debald und das Team von „Kinderdörfer in Litauen e.V.“

 

Stimmungsvolle Weihnachten im Betreuten Wohnen von PATRIA in Kaunas

Die Sozialarbeiterin Inga berichtet von der Weihnachtsfeier mit den Jugendlichen

 

Dank der finanziellen Unterstützung des Vereins «Kinderdörfer in Litauen e.V.» war es dieses Jahr möglich, Weihnachten mit unseren Jugendlichen in der Wohnung von PATRIA zu feiern.

 

Schon die Vorbereitungen der gemeinsamen Feier bereitete den Jugendlichen viel Freude. Während einer Versammlung wurde besprochen und entschieden, was gekocht werden sollte und einige Jugendliche übernahmen dann selbständig den Einkauf der Zutaten für das Fest-Menu. Inga und Judita backten Plätzchen und dekorierten sie. Die Jugendlichen wählten selbst Tischdekoration, Geschirr und Baumschmuck aus. Nur mit einer minimalen Betreuung durch die PATRIA-Kolleginnen haben sie sich selbst um alles gekümmert, geschmückt und organisiert. Das war schon eine wunderbare Erfahrung für die Jugendlichen!

Das Weihnachtsfest war dann sehr stimmungsvoll. Judita hatte ein sehr angenehmes Gebet aus dem Internet heruntergeladen. Wir sprachen es gemeinsam, brachen von einer Weihnachtsoblate jeder ein Stück ab und sagten zueinander nett und liebevoll, was wir aneinander schätzen. Danach folgte die Bescherung. Dabei wurden die PATRIA-Kolleginnen mit einer selbstgemachten Bananentorte überrascht und beschenkt, die die Jugendlichen in einer Nachtaktion hergestellt hatten. Die Weihnachtsfreude bei der Bescherung war unbeschreiblich….

Am Tisch diskutierten wir auch mit den Jugendlichen über die Verantwortung und Möglichkeiten, Weihnachten so zu gestalten, wie sie es möchten. Traditionen zu bewahren ist ein wichtiger Punkt für die Jugendlichen, obwohl sie sich der Unvollkommenheit ihrer Weihnachten bewusst sind. Wenn die Eltern sich streiten oder die Oma mit der Mutter nicht kann…So wurde ihnen das Bild des realistischen, nicht idealisierten Heiligen Abends klar. Alle zusammen haben sie über die Sehnsucht nach Angehörigen und über die Trauer über die zerstreuten Familien gesprochen.

Ein Teil der Jugendlichen beeilte sich dann, nach Hause zu gehen. Die anderen blieben noch, dekorierten Plätzen, bestaunten die Geschenke. Noch im Januar stand der Weihnachtsbaum als Erinnerung an diese schöne Weihnachtszeit.

 Wir sagen unseren Freunden und Förderern in Deutschland ein ganz herzliches ACIU für die Weihnachtsunterstützung!

 

 

 

 

Kinderdoerfer in Litauen Ausbildungsprogramm

FAZ-Artikel: Schwieriger Karrierestart für Heimkinder in Deutschland

Liebe Freunde und Förderer,

hiermit möchten wir einen Artikel aus der FAZ vom 4. Oktober 2016 mit Ihnen teilen, der von den Problemen junger Erwachsener in Deutschland, die in Heimen aufwachsen mussten, berichtet. Der Artikel zeigt, dass die Probleme von diesen ehemaligen Heimkindern, ihre Berufsausbildung und ihren Weg in die Selbständigkeit zu meistern, genau die gleichen sind wie in Litauen.

Ausgrenzung, fehlende Unterstützung, geringe Motivation und finanzielle Schwierigkeiten sind die Probleme, mit denen junge Erwachsene aus Heimen oder zerrütteten Familien konfrontiert werden. Wir kennen sie aus den Gesprächen mit unseren Jugendlichen im PATRIA-Ausbildungsprogramm. In Deutschland ist die Jugendhilfe aber erheblich weiter als in Litauen und es gibt hier eine Selbsthilfegruppe.

Erfreulicherweise ist unser Ausbildungs-Programm in Zusammenarbeit mit der Jugendhilfe-Organisation PATRIA das erste dieser Art in Litauen (abgesehen von dem Programm der SOS -Kinderdörfer für ihre Abgänger). Wir sind also ohne Zweifel auf dem richtigen Weg mit unserem Projekt seit 2014, litauische Waisenkinder bis zum Abschluss der Berufsausbildung zu begleiten. Wir wollen uns im nächsten Jahr darum bemühen, dafür mehr Anerkennung in der litauischen Politik und Öffentlichkeit zu bekommen und auch weitere Firmen zur Unterstützung anzuwerben.

Bitte nehmen Sie sich die Zeit zum Lesen dieses informativen Artikels in der FAZ.

Mit freundlichen Grüssen
Otmar und Ingrid Debald

im Namen des Teams von «Kinderdörfer in Litauen e.V.»