Feierliche Ehrung unserer Kinderdorf-Mütter und drei Mütter-Portraits

Liebe Freunde und Förderer,

mit diesem Rundbrief möchten wir Ihnen über eine besondere Feier, der «Social Day Celebration», zu Ehren der Kinderdorf-Mütter und –Tanten berichten und Ihnen drei tüchtige Kinderdorf-Mütter näher vorstellen. Für uns sind die Kinderdorf-Mütter die WAHREN HELDINNEN mit ihrem unermüdlichen Einsatz zum Wohl ihrer Schützlinge – deshalb haben wir uns besonders über diese Ehrung gefreut.

 

SOCIAL DAY CELEBRATION

Ende September 2017 gab es in unserem Kinderdorf Marijampoles eine besondere Feier: alle Mütter, Tanten und Sozialarbeiterinnen wurden für ihren grossen Einsatz für ihre Pflegekinder geehrt.

Über diese Nachricht aus Litauen haben wir uns besonders gefreut, denn für uns sind die Pflegemütter die WAHREN HELDINNEN des Kinderdorfes. Monsignore Kazlauskas, dem Gründer der Kinderdörfer, lag die Wertschätzung der liebe- und aufopferungsvollen Mütter immer sehr am Herzen – für ihn waren die Mütter der Kern der Kinderdorf-Familienstruktur.

Die «Social Day Celebration» begann mit einer Heiligen Messe, zu der alle Mitarbeiter des Kinderdorfes und alle Kinder eingeladen waren und die von Reverent Donatas und dem jungen Kaplan Arvydas zelebriert wurde.

Nach dem Gottesdienst erhielten die Mütter, Tanten und Sozialarbeiterinnen Dankes-Briefe, die von Bischof Rimantas Norvila unterzeichnet waren, und die Kinder schenkten ihren Müttern und Tanten Blumen.

Feierliche Ehrung aller Kinderdorf-Mütter und – Tanten durch Reverent Donatas

Ein stimmungsvolles Abendessen, ausgerichtet in Haus 10, rundete diese besondere Feier ab. Direktor Sulinskas dankte dabei allen Kinderdorf-Mitarbeiterinnen für ihre grossartigen Leistungen:

  • Den Müttern für ihren unermüdlichen Einsatz zum Wohl der Kinder: Hausarbeit, einkaufen, kochen, Schulaufgaben-Betreuung, trösten bei Krankheiten, Kummer oder Streitigkeiten – all das und noch viel mehr leisten unsere Kinderdorf-Mütter täglich rund um die Uhr – früher für bis zu 10 Kinder in einem Kinderdorf-Haus, heute für 6 Kinder pro Haus.
  • Den Tanten, die die Mütter bei der Hausarbeit und bei der Schulaufgaben-Betreuung unterstützen und Vertretungen übernehmen.
  • Den Sozialarbeiterinnen, die den Familien begleitend bei pädagogischen Fragen und Problemen zur Seite stehen.

Die Kinder von Haus 2 ehrten ihre Kinderdorf-Mutter

VORSTELLUNG VON DREI MÜTTERN

Wir möchten Ihnen hier drei Kinderdorf-Mütter vorstellen. Jede von ihnen ist das «Herz» einer Pflegefamilie, die aus Kindern aus verschiedenen Ursprungsfamilien und Altersgruppen zusammengesetzt ist und in je einem Kinderdorf-Haus lebt. Oft haben unsere tüchtigen Kinderdorf-Mütter bereits eigene Kinder grossgezogen, bevor sie die Stelle im Kinderdorf angetreten haben.

REDA

Reda ist 57 Jahre alt und schon seit über 20 Jahren (!) Kinderdorf-Mutter in Marijampoles. Verena Nacke hat sie bereits bei ihrem ersten Besuch in Litauen im Jahr 1998 kennengelernt. Seitdem hat sie vielen Kindern ein liebevolles Zuhause gegeben. Sie hat keine eigene Familie. Für sie ist ihre Aufgabe im Kinderdorf kein Job, sondern eine Berufung und Erfüllung. Das Lächeln ihrer Kinder ist für sie die grösste Belohnung für ihren Einsatz. In ihrer Freizeit hört sie klassische Musik und backt gern.

 

Reda mit ihren Kindern im Sommer 1998

Kinderdorf-Mutter Reda heute

VIDA

Vida ist 63 Jahre alt und hat eine höhere Schulbildung. In der Kinderbetreuung arbeitet sie seit 13 Jahren und liebt diese Arbeit sehr. Sie ist Witwe. Sie hat eine eigene Familie mit zwei Söhnen, die aber schon erwachsen sind und eigene Familien haben. Ihr 11-jähriger Enkelsohn besucht sie manchmal im Kinderdorf Marijampoles und spielt dann gern mit den Kindern. Vida sagt: «Für mich ist die Arbeit im Kinderdorf nicht hart, denn den Kindern Liebe zu schenken ist einfach. Die tägliche Arbeit lässt mich jung und wirklich gebraucht fühlen. Ich mag es, den Kindern meine Wärme und Geborgenheit zu geben. Ihr Lächeln und ihre Freude sind die grösste Belohnung für mich. In meiner Freizeit lese ich gern Bücher, stricke, schaue Filme und höre Musik.»

Kinderdorf-Mutter Vida

MARIJA

Marija ist 57 Jahre alt und hat eine Realschulausbildung. In ihrer eigenen Familie hat sie drei Töchter, zwei Söhne und vier Enkelinnen, die teilweise im Ausland leben. Marija arbeitet seit 7 Jahren im Kinderdorf Marijampoles in Haus Nr. 1. Sie hatte für ein halbes Jahr ihre Kinderdorf-Familie verlassen, ist dann aber zurückgehrt, weil sie Sehnsucht nach den Kindern hatte. Ihr schönstes Hobby ist es, Mahlzeiten für die grosse Familie zuzubereiten. Sie reist gern, geht gern in Konzerte und Kunstausstellungen. Marija berichtet: «Nachdem all meine eigenen fünf Kinder erwachsen waren, wollte ich anderen Wärme, Liebe und Lebenserfahrung geben. Ich möchte meine Kinderdorf-Kinder unterstützen, zu guten Menschen heranzuwachsen. Ihre Zuneigung macht mich glücklich und ich bekomme so viel mehr an Liebe zurück, als ich gebe.»

 

Mutter Marija mit einem ihrer Schützlinge

Bei unseren Besuchen in den Kinderdörfern sind wir, die Mitglieder des Vorstandsteams und unsere deutschen Reisebegleiter, immer wieder gerührt, die Mütter und ihre liebevolle Betreuung der Kinder in den einzelnen Pflegefamilien zu erleben. So möchten wir den tüchtigen Müttern mit diesem Newsletter auch ein herzliches ACIU für ihren Einsatz sagen.

In unserem nächsten Newsletter werden wir Sie, liebe Freunde und Förderer, über unsere Weihnachtsaktion 2017 informieren, mit der wir auch dem Team des Kinderdorfs eine Freude bereiten wollen.

Mit freundlichen Grüssen

Ihr Otmar Debald und Team

Kinderdörfer in Litauen e.V.

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